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Obwohl er gelegentlich als "naturwissenschaftlicher Bachelor" vorgestellt wird, ist der Bachelor of Science (B.Sc.) tatsächlich einer der umfassendsten Abschlüsse, die durch den Bologna-Prozess an deutschen Hochschulen etabliert wurden. Wie die grundständigen Studienprogramme in den Ingenieurswissenschaften sind auch die im weitesten Sinne mathematisch ausgerichteten Studienangebote zum Bachelor of Science mehrheitlich als 1-Fach-Bachelor organisiert. In dieser Form der Studienorganisation werden Kompetenzen aus angrenzenden Wissensbereichen des Kernfachs als Nebenfächer in Einzelmodulen vermittelt. Schon wegen der Vielfalt möglicher Studienfächer, die mit dem Bachelor of Science abschließen, gehört der Abschluss zu einem der gefragtesten Studienzielen an deutschen Hochschulen. Grundsätzlich ist es für Studierende zunächst nicht relevant, ob sie das grundständige Studium an einer staatlichen oder einer privaten Hochschule absolvieren. Auch die Hochschulart (Universität oder Fachhochschule) erlaubt keine verallgemeinernde Aussage zu den Perspektiven nach dem Studium.

Formale Rahmenbedingungen des Studiums zum Bachelor of Science

Für ein Studium zum Bachelor of Science müssen Studieninteressierte mit ähnlichen Zulassungsvoraussetzungen rechnen, wie sie für alle grundständigen Studien gelten:

  • eine gültige deutsche Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachhochschulreife oder fachgebundene Hochschulreife),
  • ersatzweise eine ausländische Hochschulreife mit einer amtlichen Anerkennung und
  • häufig eine Eignungsprüfung für das gewählte Studienfach.

In manchen Studienfächern, die mit dem Bachelor of Science abschließen, ist ein obligatorischer Numerus Clausus zu erfüllen, so dass Studieninteressierte möglichst frühzeitig ihre schulischen Leistungen optimieren sollten.

Die Regelstudienzeiten für überwiegend mathematisch-naturwissenschaftlich ausgerichtete Studiengänge ist mit sechs bis acht Semestern im Vollzeitstudium zu veranschlagen. Viele Studienanfänger/-innen brechen allerdings das Studium vorzeitig ab; die Studienprogramme zum Bachelor of Science gehören zu den Studienangeboten mit den höchsten Abbruchquoten. Insofern ist die Entscheidung für ein solches Studium gründlich zu überprüfen und mit den persönlichen Interessen und Begabungen abzugleichen.

Im letzten Studiendrittel haben Studierende im Wahlpflichtbereich die Möglichkeit, sich für bestimmte Karrierewege zu qualifizieren. Fachliche Vertiefungen und ergänzende Aspekte zu den bereits erworbenen Grundkenntnissen sind eine Vervollständigung des Kompetenzprofils. Zusammen mit den in einigen Fächern obligatorischen Praktika und einem gut gewählten Thema für die abschließende Bachelorarbeit zeigen Studierende in diesem Studienabschnitt ihre Orientierung für den Einstieg in den Beruf oder in die Wissenschaft. Für den letztgenannten Weg ist ein anschließendes Masterstudium der nächste Schritt.

Studienbegleitend haben Studierende zum Bachelor of Science die Möglichkeit, sich im Optionalbereich ergänzende Kompetenzen anzueignen, um ihre Flexibilität und Employability zu belegen. Besonders gefragt sind in diesem Bereich diejenigen Schlüsselqualifikationen, die einen direkten Berufseinstieg erleichtern. Sprachkenntnisse und Kommunikationstechniken gehören zu den gefragten Optionalmodulen, die von den Hochschulen als Qualifizierungsmöglichkeit angeboten werden.

Perspektiven nach dem grundständigen Studium

Ein grundständiges Studium kann zumindest teilweise zur Orientierung genutzt werden. Der Aufbau von fachlichem Grundwissen und das Erarbeiten fachtypischer Methoden und Techniken hilft dabei, ursprüngliche Vorstellungen zu bestätigen oder Berufswünsche zu überdenken. Grundsätzlich können eher praxis- und berufsorientierte Studierende mit dem Bachelor of Science direkt ins Berufsleben einsteigen. Ein Masterstudium kann im Bedarfsfall zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden, um den eingeschlagenen Berufsweg auf eine neue Ebene zu heben.

Für Studierende, die im grundständigen Studium ihr Schwerpunktinteresse bei theoretischen und forschungsbezogenen Inhalten angesiedelt haben, ist eine Fortsetzung des Studiums mit einem Masterprogramm eine sinnvolle Option. Für eine angestrebte Karriere in Forschung und Wissenschaft ist dieser Weg beinahe obligatorisch. Dabei ist nicht zwingend notwendig, dass ein Master of Science an den Bachelor anschließt. Prinzipiell ist es auch eine realistische Option, fachliche Schwerpunkte und Vertiefungen zu wählen, die mit dem ingenieurwissenschaftlichen Master of Engineering oder mit dem Master of Arts abschließen. 

Fächerübersicht im Studium zum Bachelor of Science

Der Bachelor of Science kann in vielen Studienfächern erworben werden. Vier Fächergruppen bieten Studienfächer, die mit dem beliebten Bachelorgrad abschließen. 

Fächergruppe: Mathematik/Naturwissenschaft 

  • Biologie
  • Chemie
  • Ernährungswissenschaften
  • Geografie
  • Geowissenschaften
  • Informatik
  • Mathematik
  • Nanowissenschaften
  • Neurowissenschaften
  • Pharmazie
  • Physik
  • Umweltwissenschaften

Fächergruppe: Medizin/Gesundheitswissenschaften

  • Medizin
  • Psychologie

Fächergruppe: Agrar- und Forstwissenschaften/Ernährungswissenschaften

  • Agrarwirtschaft/Agrarwissenschaft
  • Forstwissenschaften
  • Landschaftsarchitektur
  • Landwirtschaft
  • Ökotrophologie
  • Waldwirtschaft
  • Weinwirtschaft

Fächergruppe: Rechts-/Wirtschaftswissenschaften 

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Ökonomie
  • Volkswirtschaftslehre
  • Wirtschaftsmathematik

Fazit der Redaktion 

Der Erwerb des Bachelor of Science ist anspruchsvoll und Sie sollten sich bei der Wahl an verschiedenen persönlichen Faktoren orientieren. Passend zur Lebenssituation können Sie den Abschluss an der Berufsakademie, an der Fernhochschule, an der Fachhochschule oder an der Universität erarbeiten.

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