Ihr Ratgeber zum Bachelor & Master Studium
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Zu den Begründungen für die Reformierung des Hochschulstudiums ("Bologna-Prozess") zählen die Öffnung des Studiums für Berufstätige und eine Integration der beruflichen Kenntnisse durch die Anrechnung auf Studienzeiten. Diese Faktoren sind besonders im weiterbildenden Master Studium relevant. Auch wenn der Zugang zum Master Studium ohne Abitur erst nach einer langjährigen Berufserfahrung in Führungspositionen möglich ist, können bestimmte fortbildende Studienangebote im Masterbereich für Praktiker/-innen von Interesse sein. Wer einen ersten Studienabschluss besitzt, kann zudem die beruflichen Erfahrungen teilweise als Leistung für das Studium anerkennen lassen. Die Zuordnung der Studienprogramme im Master Studium erfolgt nach der weitgehenden Umstrukturierung der akademischen Ausbildung in eine der Fächergruppen

  • Agrar- und Forstwissenschaften,
  • Gesundheitswissenschaften (inklusive Medizin),
  • Ingenieurwissenschaften,
  • Kunst,
  • Lehramt,
  • Naturwissenschaften (inklusive Mathematik),
  • Rechts- und Wirtschaftswissenschaften,
  • Sozialwissenschaften,
  • Sportwissenschaften sowie
  • Sprach- und Kulturwissenschaften.

Flexible Studienoptionen im Master Studium

Nach einer allgemeinen Durchschnittsbildung beträgt die Regelstudienzeit im Master Studium zwischen zwei und vier Semestern im Vollzeitstudium. Abhängig vom Fächerschwerpunkt und von den gewählten Studienoptionen können in Ausnahmefällen bis zu sechs Semester als Regelstudienzeit (zum Beispiel beim Wechsel in ein Teilzeitstudium) anerkannt werden. Die veranschlagte Studiendauer ist in begrenztem Umfang auch vom Hochschultyp abhängig; im Durchschnitt sind die Masterstudiengänge an Universitäten ein bis zwei Semester länger als ähnliche Angebote der Fachhochschulen. In verschiedenen Studienmodellen kann ein Studium im Masterbereich deutlich länger oder kürzer gestaltet werden. Verlängerungen ergeben sich zum Beispiel durch das Absolvieren eines Teilzeitstudiums oder eines berufsbegleitenden Fernstudiums. Verkürzungen sind hingegen möglich, indem sich Studierende für ein Zertifikatsstudium entscheiden, das sich aus einzelnen Modulen eines kompletten Masterprogramms zusammensetzt. Zumeist können in dieser Variante von den Studierenden die präzise zu beruflichen Aufgabenstellungen passenden Module aus dem Gesamtangebot ausgewählt werden.

Internationale Ausrichtung des Master Studiums

Eine attraktive Möglichkeit zur Internationalisierung der eigenen Karriere bieten die internationalen Doppelabschlüsse, die von den Hochschulen schwerpunktmäßig im Master Studium angeboten werden. Diese Studienprogramme, die an mindestens zwei Hochschulen durchgeführt werden, zeichnen sich dadurch aus, dass Studierende mit dem erfolgreichen Studienabschluss außer der fachlichen Qualifikation eine überdurchschnittliche räumliche und sprachliche Flexibilität belegen. Internationale Hochschulkooperationen, die häufig durch eine enge Zusammenarbeit mit örtlichen Unternehmen zusätzlich aufgewertet werden, verbessern darüber hinaus die Karrierechancen durch qualifizierte (Auslands-)Praktika und die Möglichkeit, während des internationalen Master Studiums Kontakte zu ausländischen Arbeitgebern zu knüpfen. Da das Master Studium mit internationaler Ausrichtung im Normalfall zulassungsbeschränkt ist, müssen Studieninteressierte frühzeitig mit überdurchschnittlichen Studienleistungen und dem Erwerb sehr guter Sprachkenntnisse ihre individuellen Einstiegsvoraussetzungen schaffen.

Weiterbildung auf Hochschulniveau

Anders als im konsekutiven Master Studium, das inhaltlich und häufig zeitlich direkt an das grundständige Studium anschließt, sind weiterbildenden Masterprogramme stark auf den Weiterbildungsbedarf des Arbeitsmarktes ausgerichtet. Insofern richten sich zahlreiche der Programme an Akademiker/-innen sowie berufserfahrene Absolventinnen und Absolventen eines Bachelorstudiums, die berufsbegleitend ihre Kompetenzen ergänzen wollen. Vor allem Fachhochschulen haben sich auf die große Nachfrage nach berufsrelevanten Weiterbildungen eingerichtet und viele vertiefende Programme für das weiterbildende Master Studium konzipiert.

Regeln für die Studienbewerbung im Master Studium

Viele Programme im Master Studium werden von den Hochschulen durch interne Vergabeverfahren reglementiert. Das gilt für konsekutive ebenso wie für weiterbildende Studiengänge. Da auch Bewerbungsfristen einzuhalten sind, müssen Studieninteressierte sich rechtzeitig informieren, ob für eine Studienbewerbung zum gewünschten Zeitpunkt neben dem Zeugnis eines Erststudiums (Diplom, Magister, Bachelor, Staatsexamen) weitere Unterlagen wie

  • die Anerkennung ausländischer Studienleistungen,
  • der Beleg einer hinreichenden Berufserfahrung,
  • ein studiengangbezogenes Bewerbungsformular der Hochschule,
  • Sprachtestergebnisse,
  • der Nachweis einer Studienfachberatung

oder andere Unterlagen eingereicht werden müssen.

Studierende, die nach dem Bachelor Abschluss direkt ins Master Studium ihrer bisherigen Hochschule umsteigen wollen, müssen sich in der Regel nicht exmatrikulieren. Allerdings gelten dieselben Bewerbungsfristen und administrativen Formalitäten wie für externe Bewerber/-innen. Einzig das Abschlusszeugnis kann im Laufe des ersten Fachsemesters nachgereicht werden, falls es zum Stichtag noch nicht ausgehändigt wurde und die notwendigen Fachkenntnisse belegt werden können.

Fazit der Redaktion

Das Master Studium direkt nach dem grundständigen Studium stellt die Weichen für eine Wirtschafts- oder Hochschulkarriere; absolvieren Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erfüllt es die Forderung nach dem lebenslangen Lernen, mit dem beruflicher Fortschritt leichter wird.

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Weitere Informationen

  1. Konsekutiver Master
    Ein konsekutiver Master vertieft die Grundkenntnisse aus dem Bachelorstudium des gewählten Faches um theoretische und anwendungsbezogene Aspekte.
  2. Master of Arts
    Die wissenschaftliche Vertiefung der Inhalte aus dem Bachelorstudium führt in einem breiten Spektrum an Studienfächern zum Master of Arts.
  3. MBA
    Der Master of Business Administration (MBA) ist einer der international renommiertesten Abschlüsse auch im reformierten europäischen Hochschulsystem.
  4. Master of Education
    Der Master of Education belegt die pädagogischen und fachlichen Voraussetzungen für eine Lehrbefähigung in der Sekundarstufe II an Schulen.
  5. Master of Engineering
    Ingenieurinnen und Ingenieure zahlreicher Fachrichtungen beweisen mit dem Master of Engineering ihre Fähigkeit zur selbständigen Problemlösung.
  6. Master of Laws
    Juristische Fertigkeiten und rechtswissenschaftliche Interpretationen zur Rechtsentwicklung sind Teilbereiche des Studiums zum Master of Laws.
  7. Master of Science
    Naturwissenschaftliche und wirtschaftswissenschaftliche Schwerpunkte bilden den fachlichen Hintergrund für den Abschluss zum Master of Science.
  8. Master Thesis
    Mit der Master Thesis schließen Studierende das Master Studium ab, indem sie die sichere Beherrschung ihres Faches in schriftlicher Form nachweisen.
  9. Masterarbeit
    Die Masterarbeit ist der Beleg, dass angehende Absolventinnen und Absolventen zum Abschluss des Studiums das wissenschaftliche Arbeiten beherrschen.
  10. Masterstudiengänge
    Masterstudiengänge können auf Kenntnisse aus dem grundständigen Studium aufbauen und berufspraktische Erfahrungen ins Know-how integrieren.
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