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Weiterführende Studiengänge in den Ingenieurwissenschaften schließen mehrheitlich mit dem Master of Engineering (M.Eng.) ab. Besonders Programme, die auch im Masterstudium stark praxis- und anwendungsorientierte Komponenten beinhalten und die häufig von den Fachhochschulen angeboten werden, führen zum Master of Engineering. Ingenieurwissenschaftliche Studiengänge können alternativ mit einem Master of Science abgeschlossen werden. Das gilt speziell für forschungsorientierte und stark theoretisch ausgerichtete Studienangebote. Viele Studienprogramme schließen direkt an ein vorausgegangenes ingenieurwissenschaftliches Bachelorstudium desselben Fachbereichs an. Grundsätzlich ist es jedoch in vielen weiterführenden Studienangeboten möglich, auch aus angrenzenden Fachgebieten zu wechseln oder das Masterstudium erst nach einer eingeschobenen Berufsphase anzuschließen. Da zahlreiche Masterstudienprogramme der Ingenieurwissenschaften zulassungsbeschränkt sind, müssen in jeder Variante die nachweisbaren Fachkompetenzen sehr gut sein.

Verbesserung der beruflichen Perspektiven mit einem Master of Engineering

Die fast 1500 recherchierbaren ingenieurwissenschaftlichen Studienprogramme können je nach Gewichtung zwischen theoretischen und praktischen Studienanteilen zum Master of Engineering (oder Master of Science) führen. Die zum Teil sehr anwendungsspezifischen Studiengänge sind darauf ausgerichtet, Fachkräfte für bestimmte Branchen auszubilden, die neben einem großen Fachwissen ein bestimmtes Maß an Führungskompetenzen mitbringen. Deshalb sind in viele ingenieurwissenschaftlichen Masterstudiengängen Managementmodule integriert. Die interdisziplinäre Qualifikation eröffnet Absolventinnen und Absolventen zusätzliche Aufgabenfelder, in denen die Anwendung der fachtypischen Methoden und Analyseinstrumente von übergeordneter Bedeutung ist. Kenntnisse aus angrenzenden Fachbereichen, die entweder durch das Erststudium mitgebracht oder die in Wahlmodulen ergänzt werden, können das berufliche Einsatzsspektrum zusätzlich erweitern.

Grundsätzlich qualifiziert der Master of Engineering zusätzlich für eine Promotion. Diese kann wie das Masterstudium direkt an das Studium angeschlossen werden oder nach einer (weiteren) Phase der Berufstätigkeit das Kompetenzprofil ergänzen. Eine geplante Hochschulkarriere startet im Regelfall mit einer bruchfreien Studienfortsetzung. Bereits während des Promotionsstudiums ist häufig eine Anstellung an der Hochschule oder in einer kooperativen Forschungseinrichtung als Doktorand/-in üblich. Nicht selten legt die Masterarbeit einen wichtigen Grundstein für eine anschließende wissenschaftliche Karriere, indem sie bei Studierenden das Interesse für das eigenständige wissenschaftliche Arbeiten weckt und eine potentielle Dissertationsbetreuung sichert.

Zulassungsvoraussetzungen für ingenieurwissenschaftliche Masterprogramme

Bei der Bewerbung für einen ingenieurwissenschaftichen Studiengang, der nach zwei bis vier Semestern mit dem Master of Engineering abschließt, müssen Studieninteressierte genau auf die Angaben der künftigen Hochschule achten.

  • Bewerbungs- und Einschreibefristen,
  • Mindestnotendurchschnitt des Erststudiums,
  • Fachbereich des Erststudiums,
  • Sprachkenntnisse und
  • obligatorische Beratungs- und Bewerbungsgespräche

können selbst im selben Fachbereich zwischen den Hochschulen stark variieren. Quereinsteiger/-innen, die aus einem benachbarten Fachbereich für das Masterstudium in eine andere Fakultät wechseln, müssen in vielen Fällen damit rechnen, dass ihre Studienzulassung an bestimmte Auflagen geknüpft wird. Diese bestehen im Normalfall in einer Verpflichtung, innerhalb eines festgelegten Zeitraums in der Zulassungsordnung definierte Prüfungen und Studienleistungen nachzuholen.

International genießen Ingenieurinnen und Ingenieure mit einer deutschen Ausbildung nicht nur aus historischen Gründen einen sehr guten Ruf. Entsprechend finden sich in vielen Programmen zum Master of Engineering zahlreiche ausländische Studierende. Die Zugangsvoraussetzungen zu einem deutschen Masterstudium unterscheiden sich für Bildungsausländer graduell von den Voraussetzungen, die Studierende bei der Studienbewerbung vorlegen, die an einer deutschen Hochschule ihren Bachelor of Engineering (oder den Bachelor of Science) abgeschlossen haben. So müssen außer

  • dem ersten Hochschulabschluss,
  • einem Bewerbungsantrag oder Motivationsschreiben,
  • einer vollständigen Übersicht des bisherigen Studienverlaufs (mit Fächern und Noten) sowie
  • von der Hochschule vorgeschriebenen Formularen

weitere Dokumente einer Studienbewerbung beigefügt werden. Vor allem beglaubigte Übersetzungen der geforderten Zeugnisse und Qualifikationsübersichten sind unabdingbar. Außerdem müssen in vielen Fällen Sprachkenntnisse beziehungsweise der TestDaF (standardisierter Test für Deutsch als Fremdsprache) auf mindestens mittlerem Niveau nachgewiesen werden.

Fazit der Redaktion

An einigen Hochschulen ist vor Beginn des Masterstudiums eine Beratung vorgeschrieben, die Sie auch dazu nutzen können, die Entscheidung über eine passende Vertiefung oder einen geplanten Richtungswechsel Ihres Schwerpunktes zu verifizieren.

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