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Landläufig gilt der Master of Business Administraion (MBA) als akademische Fortbildung für Führungskräfte nach amerikanischem Vorbild. Mit der Restrukturierung des Hochschulstudiums hat auch in Deutschland die Beliebtheit dieses weiterbildenden Masterabschlusses zugenommen. Dennoch ist der MBA in verschiedener Hinsicht etwas Besonderes, was nicht nur in der Internationalität der Studienprogramme und der großen Aufmerksamkeit in Wirtschaftskreisen begründet liegt. Die im Regelfall berufserfahrene Zielgruppe der angebotenen Studienprogramme hat naturgemäß nicht nur hohe Erwartungen an die Qualität der vermittelten fachlichen Inhalten aus wirtschaftswissenschaftlichen Themenereichen, sondern erwartet ebenso den Aufbau von Führungskompetenzen und Soft Skills, die für eine erfolgreiche Karriere in Leitungspositionen sinnvoll zu nutzen sind. Inzwischen sind auch an staatlichen Hochschulen zahlreiche spezialisierte Studienprogramme für den Erwerb des Master of Business Administration verfügbar.

Internationalität und Professionalität definieren die Zulassungsvoraussetzungen

Der Master of Business Administration schließt ein vielseitiges Wirtschaftsstudium ab und richtet sich schwerpunktmäßig an Fachkräfte mit einer nicht-ökonomische Vorbildung. Juristen, Ingenieure und Naturwissenschaftler, die aus ihrem erlernten praxisorientiertenTätigkeitsfeld in administrative Führungsaufgaben wechseln wollen, erarbeiten sich mit dem MBA die notwendigen Managementkenntnisse. Absolventinnen und Absolventen aus den Sozial- und Geisteswissenschaften qualifizieren sich mit einem ergänzenden MBA-Abschluss für neue Aufgabenfelder. Die Interdisziplinarität der meisten Studienprogramme zum Master of Business Administration spiegelt sich im Adressatenkreis wider und kann in interaktiven Studieneinheiten für interessante Lernprozesse sorgen.

Auch an Hochschulen in deutschsprachigen Ländern führen viele ausschließlich englischsprachige Programme zum Master of Business Administration, so dass zu den Zugangsvoraussetzungen fast immer ein GMAT (Graduate Management Admission Test) gehört. Die aus verschiedenen Übungen bestehende Prüfung, mit der angehende Studierende sowohl ihre sprachlichen Fertigkeiten als auch ihre kommunikativen Kompetenzen beweisen müssen, soll die Studierfähigkeit der Bewerber/-innen belegen und wird deshalb von vielen Hochschulen den reinen Sprachzertifikaten vorgezogen.

Die Zulassungsvoraussetzungen für MBA-Programm an privaten und staatlichen Hochschulen weichen höchstens in Details voneinander ab. Im Kern werden außer der sprachlichen Qualifikation

  • eine mehrjährige Berufserfahrung mit Leistungsnachweisen oder
  • ein abgeschlossenes Erststudium und
  • eine erfolgreich bestandene Eignungsprüfung

erwartet. Die entsprechenden Belege müssen mit der fristgerechten Bewerbung eingereicht werden. Manche Hochschulen erwarten für besonders beliebte Programme zusätzlich individuell formulierte Bewerbungsschreiben und/oder Empfehlungsschreiben von Alumni oder arrivierten Persönlichkeiten.

Spezialisierung für das eigene Tätigkeitsfeld

Ein großer Teil der Studienprogramme, die zum Master of Business Administration führen, sind parallel zur Berufstätigkeit zu absolvieren. Diese Studienorganisation ist eine Antwort darauf, dass es sich Fachkräfte nur selten erlauben können, für mehrere Monate aus dem Beruf auszusteigen. Ein Online- oder Fernstudium bringt eine nicht zu unterschätzende Doppelbelastung sowie eine verminderte Freizeit, die für Hobbys oder die Familie nicht mehr zur Verfügung steht. Der Vorteil dieser Form berufsbegleitender Qualifikation ist das Entstehen von Synergien und Motivationsschüben, die gleichermaßen für das Lernen und den Berufsalltag nutzbar sind. Erlernte Methoden und betriebswirtschaftliche Inhalte können im Berufsleben direkt angewendet werden und zugleich helfen die beruflichen Erfahrungen beim Verständnis teilweise komplexer Themenbereiche.

Die privaten und staatlichen Hochschulen bieten mittlerweile zahlreiche MBA-Programme für diversifizierte berufliche Zielformulierungen. Typische betriebswirtschaftliche Themen werden mit Inhalten benachbarter Disziplinen ergänzt, um genau für spezifische Bedarfe die passenden Studienangebote zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich sind einige der Studienkonzepte präzise auf bestimmte Managementaufgaben und Branchen ausgerichtet. So gibt es unter anderem Studienangebote mit Schwerpunkten in

  • Unternehmensführung,
  • Logistik,
  • Marketing,
  • Gesundheitsmanagement oder
  • Controlling,

die mit einem Master of Business Administration abzuschließen sind.

Akkreditierung und Rankings als Qualitätshinweis

Verschiedene internationale Wirtschaftsredaktionen veröffentlichen in regelmäßigen Abständen Rankings, in denen MBA-Programme in den USA, in Asien und Europa nach nicht immer transparenten Kriterien bewertet werden. Dennoch geben solche Vergleiche internationaler Studiengänge zum Master of Business Administration gute Anhaltspunkte für die Festlegung der eigenen Kriterien zu Auswahl des passenden weiterbildenden Studiums.

Aussagekräftiger als Rankings sind die Akkreditierungen durch renommierte Agenturen, die ihre transparenten Kriterien in Audits an den Hochschulen regelmäßig wiederholen. Das Abschneiden der Studienkonzepte in definierten Kategorien kann nachvollzogen werden und Studieninteressierte haben die Möglichkeit, die Relevanz der Bewertungen der Kriterien für die eigenen Ziele zu beurteilen. Die wichtigsten Akkreditierungen werden verliehen von

  • der US-amerikanischen AACSB (Association to Advance Collegiate Schools of Business),
  • der britischen AMBA (Association of MBAs),
  • der europäischen FIBAA (Foundation for International Business Administration Accreditation) sowie
  • der europäischen EQUIS (European Quality Improvement System).

Tipp der Redaktion

Sie können das gewachsene Angebot an weiterbildenden Studiengängen zum MBA nutzen, das inhaltlich optimal zu Ihren Karriereplänen passende Studienprogramm auszuwählen. Außer Rankings liefern die veröffentlichten Curricula gute Anhaltspunkte.

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